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Warum es uns gibt

In der Bundesagentur für Arbeit nennt mancher sie "unsere Gründungsmitglieder" - Menschen, die Hartz IV beziehen, seit es diese Form der Sozialleistung gibt: seit zehn Jahren. Noch unglaublicher ist, wie viele Menschen diesem "imaginären Club" angehören: 980.000, fast eine Million.

Dauerbaustelle Langzeitarbeitslosigkeit

Dabei gelten die Hartz-Reformen als Erfolg, auch wenn das Problem, auf das sich das Herzstück der Agenda-Politik richtete, bis heute ungelöst ist: die hartnäckige Langzeitarbeitslosigkeit.

Studien zeigen, dass bestimmte Merkmale das Risiko für Langzeitarbeitslosigkeit deutlich erhöhen: keine abgeschlossene Berufsausbildung, ein Alter von 50 Jahren oder mehr, gesundheitliche Probleme oder Sprachdefizite. Auf viele Langzeitarbeitslose treffen gleich mehrere dieser Merkmale zu. Forscher sagen: Jedes weitere Merkmal halbiert die Chance, aus der Hilfsbedürftigkeit herauszukommen. Hinzu kommt: Ursprünglich sollte sich das Gros des Personals in den Jobcentern um die Vermittlung in Arbeit kümmern. Tatsächlich ist aber eine Vielzahl mit der korrekten Leistungsabwicklung, Widersprüchen und Mahnbescheiden beschäftigt.

Teilhabe am Arbeitsleben

Die EABG stellt sich diesen Herausforderungen und erkennt zugleich die Grenzen an: Manche Entwicklung geht nur langsam voran, und nicht jeder Mensch ist in der Lage, jeden Tag Produktivitätserwartungen in vollem Umfang zu erfüllen. Die Möglichkeit zur Teilhabe am Arbeitsleben gewinnt daher zunehmend an Bedeutung.

Unsere Angebote zeigen vielen Menschen wieder Perspektiven auf. Die verfestigte, weil strukturell bedingte Langzeitarbeitslosigkeit, ist dabei besondere Herausforderung und gleichzeitig Ansporn.

Wir übernehmen Verantwortung für den Arbeitsmarkt und die Menschen in unserer Stadt.